Ihr Reiseführer für Fuerteventura

Ajuy - wildromantische Natur wie auch

schwarzen Strand und blaues Meer erleben


Einer der beeindruckendsten Orte auf Fuerteventura ist Ajuy - in der Sprache der Einwohner Puerto de la Pena. Das Örtchen liegt an der Westküste der Insel.
Eigentlich nur ein kleines unbedeutendes Fischerdorf mit nur wenig über 100 Einwohnern besticht es vor allem durch seine wildromantische Natur.


Aufwerfungen der Erdkruste schufen über Millionen von Jahren einzigartig geformte Felslandschaften. Hoch und bizarr ragen die Felsen auf.
Auch der schwarze Sandstrand ist ein Zeuge der stattgefundenen Veränderungen.


Für Urlauber ist interessant, dass man in Ajuy besonders schnell braun wird. Der schwarze Sand reflektiert die Sonnenstrahlen sehr intensiv.

 

 


Der schwarze Sandstrand bildet einen nahezu mystischen Kontrast zur Bläue des Atlantischen Ozeans. Ein Bad im Atlantik ist hier leider nicht anzuraten. Gefährliche Unterströmungen brachten schon manchen Unvorsichtigen in Lebensgefahr oder zogen ihn gar in den Tod.


Doch nicht deshalb nennen die Einheimischen den Strand von Ajuy - Playa de los Muertos, den Strand des Todes. Puerte de la Pena war viele Jahre der Hafen der damaligen Inselhauptstadt Betancuria. Dem galten immer wieder mörderische Piraten-Attacken mit vielen Toten. Aus dieser Zeit hat sich der Name überliefert.

Nicht nur der Strand ist schwarz in Ajuy. Umweit des Ortes finden sich bis zu 600 Meter tiefe Höhlen, die sich über der Schwarzen Bucht - der Caleta Negra - erheben. Der Altlantik hat sie in Jahrtausenden aus dem Gestein gewaschen und die Reste weggespült.


Die Höhlen gehören zu den Attraktionen von Ajuy. Ein kurzer Weg führt an Klippen vorbei über altes Gestein zu den Höhlen hin. Bereits auf dem Wege öffnen sich grandiose Ausblicke. Die Schönheit und Farbigkeit der Felsen hinterlassen gewaltige Eindrücke.

Über enge schmale Steinstufen erreicht man schließlich die Höhleneingänge. Der Zugang liegt direkt im Einwirkungsbereich der Brandung. Von einem Besuch der Höhlen von Ajuy sollte Abstand genommen werden, wenn der Atlantik nicht ganz ruhig ist. Bei bewegter See birgt der Abstieg zu den Höhlen und der Aufenthalt darin Gefahren.

Das Zusammenspiel von blauem Meer, meist heftiger Brandung und dem dunklen Strand verleiht dieser Landschaft eine Attraktivität besonderer Art.

In Verlaufe der Erdgeschichte haben sich bei Ajuy gewaltige Kalk-Lagerstätten gebildet. Bis in das 20. Jahrhundert hinein wurde hier Kalk abgebaut, gebrannt und verschifft, meist nach Gran Canaria. Reste von Kalkbrandöfen zeugen von dieser Zeit. Einer davon sticht dem Besucher eines Aussichtspunktes oberhalb den Höhlen förmlich ins Auge.

Nach dem etwas abenteuerlichen Besuch der Caleta Negra findet der Gast in einem der urgemütlichen kleinen Restaurants eine sehr wohlschmeckende Mahlzeit frischen Seefisches. Viele Restaurationen liegen direkt am Strand und in vollendeter Weise verbinden sich kulinarische Genüsse mit dem Erlebnis des dunklen Strandes.

 



Im Winter ist frischer Fisch nur als Ausnahme zu haben. Die starke Brandung hält die meisten Fischer an Land fest. Der Ort macht dann einen etwas verschlafenen Eindruck. Dafür sitzen in den restlichen Monaten stundenlang Angler am Strand von Ajuys Puerto de la Pena.

Ajuy ist von Pajara aus in 20 Minuten zu erreichen. Der Weg zieht sich durch ein lang gestrecktes Tal.

Partylärm und Schickimicki sucht man vergebens in Ajuy. Das Dorf ist eine Stätte des stillen Genusses, der Ruhe, ja sogar eine Stätte der Besinnung.




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