Ihr Reiseführer für Fuerteventura

Centro de Interpretación de los Molinos


Die Windmühle von Tiscamanita ist ein beliebtes und lohnenswertes Ausflugsziel auf der Insel Fuerteventura. Sie steht stolz auf einer kleinen Anhöhe am Ortseingang und erzählt Geschichten einer vergangenen Zeit. Damals lebten die Einheimischen von dem Ertrag ihrer Mühlen. Sie nutzten den Passatwind, der fast immer aus Nordwesten weht, um gerösteten Weizen zu mahlen, aus dem sie Gofio herstellten – das damalige Hauptnahrungsmittel.

Viele der Mühlen, die vor langer Zeit das Inselbild prägten, sind heute verfallen. Der Mühle in Tiscamanita blieb dieses Schicksal erspart. Sie wurde zum Centro de Interpretación de los Molinos ausgebaut und ist heute ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen, die sich für die Geschichte der Insel und ihrer Bewohner interessieren.

 

 

 

Das Haus des Müllers wurde liebevoll restauriert und zum Museum ausgebaut. Im Centro de Interpretación de los Molinos präsentieren sich dem Besucher unter anderem Mörtel, Hand- und Windmühlen, Teile eines alten Mühlenrads und andere Zeugen der Zeit. Man bekommt zahlreiche Informationen über den Ablauf des Mahlprozesses, der sich im Laufe der Geschichte der Insel immer wieder änderte und erhält Einblick in Kultur und Traditionen.

Neben einer Besichtigung der Windmühle können sich die Besucher in den verschiedenen Räumen des Museums über die Windmühlen Fuerteventuras und deren Aufbau und natürlich über die traditionelle Gofio-Herstellung informieren. Auf Schautafeln wird ausführlich erklärt, wie die schwere Arbeit des Müllers tagtäglich aussah.

 

Zudem wird das Geheimnis der männlichen und weiblichen Mühlen gelüftet. Die weiblichen Mühlen, die Molinas, gibt es erst seit dem 19. Jahrhundert. Sie erleichterten die Arbeit, weil sie einstöckig gebaut waren und so der Mahlvorgang auf einer Ebene ablief.

 

Die männliche Mühle namens Molino stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sie ist zweistöckig und rund, hat ein Spitzdach und vier oder sechs Flügel. Die Mühlsteine findet man im oberen Stockwerk, was für den Müller bedeutete, dass er die schweren Getreidesäcke über eine schmale Treppe nach oben tragen musste.

 

Im Centro de Interpretación de los Molinos kann der Besucher hautnah erleben, wie schwer diese Arbeit war, denn es ist möglich, die Treppe zum oberen Stockwerk hochzusteigen. Die Schautafeln erklären Näheres zum Alltag, zur Bezahlung der Müller und zu den weiteren Arbeiten, beispielsweise zum Säubern des Mühlsteins.

 



Mit ein wenig Glück ist es beim Besuch des Zentrums windig. Dann spannen sich die Segel der Mühle und der Molino zeigt sich dem Betrachter in voller Aktion. Wer durch den Besuch des Museums seine Liebe zu den alten Mühlen entdeckt hat, kann vom Centro de Interpretación de los Molinos aus eine Fahrt entlang der Mühlenroute unternehmen und sich die Mühlen von La Oliva, Tefia und La Antigua ansehen.

Das Museum ist von Dienstag bis Freitag und am Sonntag von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Montags und samstags ist das Zentrum geschlossen. Führungen für Schulklassen und Gruppen sind auf Anfrage möglich.




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