Ihr Reiseführer für Fuerteventura

Vulkan Tindaya


Fuerteventura, die älteste der kanarischen Inseln, ist eine Vulkaninsel. Den Reiz dieser Insel macht die unvergleichliche Vulkanlandschaft aus, die fast wie eine Mondlandschaft erscheint.

 

Auf den ersten Blick erscheint die Insel öde und langweilig und der Reiz erschließt sich oft erst auf den zweiten Blick. Meist ist es so, dass man diese Insel entweder einmal besucht – und dann nie wiederkehrt oder dem ursprünglichen Reiz dieser Insel erliegt und diese karge Vulkaninsel immer wieder besucht.

 

Die Ausflugsziele auf Fuerteventura sind daher auch – anders als auf vielen anderen Inseln – hauptsächlich Sehenswürdigkeiten, die von der Natur geschaffen wurde. Eines dieser Ausflugsziele ist der Vulkan Tindaya.

Den Vulkan Tindaya findet man zwischen den Orten Tefia und La Oliva. Dort liegt das gleichnamige Dorf Tindaya, in dem man übrigens auch der wunderschönen Kirche einen Besuch abstatten sollte. Im Inneren dieser barocken Kirche finden sich einige sehr interessante Gemälde.

 

Vom Dorf Tindaya aus kann man wunderbar zur Wanderung auf den Vulkan Tindaya aufbrechen kann. Man orientiert sich rechter Hand am Elekrizitätsturm des Dörfchens, biegt nach ungefähr 200 Metern noch einmal nach rechts ab und setzt den Weg in Richtung des Steinbruchs fort.

 

Um diesen Vulkan, der unter Naturschutz steht, ranken sich viele Geschichten und Legenden. Angeblich war er eine Kultstätte der damaligen Einwohner von Fuerteventura, den Altkanariern. Auf diesem Berg sollen den Göttern diverse Opfer dargebracht worden sein.

 

Unterhalb des Gipfels kann man alte Zeichnungen entdecken, die von den Guanchen abstammen. Bei einer Wanderung auf dem Vulkan Tindaya fühlt man sich tatsächlich wie in alte Zeiten zurückversetzt, wenn man sich die Gelegenheit nimmt, die geheimnisvollen Zeichen links und rechts am Wegesrand zu bestaunen.

Der Vulkan Tindaya ragt immerhin stolze 397 Meter in den Himmel empor und um den Berg zu erklimmen sollte man gut drei Stunden einplanen. Wie bei jeder anderen Wanderung gilt auch hier, dass man sich nur mit einer vernünftigen Ausrüstung an die Erklimmung des Gipfels wagen sollte.

 

Der Weg ist sehr steinig und mitunter kommt man auf kleinen Steinen ins Rutschen, wenn man nicht aufpasst. Vernünftiges, geschlossenes Schuhwerk ist unerlässlich. Man sollte keinesfalls auf die Idee kommen, den Berg in Sandalen oder ähnlichem Schuhwerk zu besteigen, welches bestenfalls für die Strandpromenade geeignet ist.

 

Denn selbst, wann man den Weg zum Gipfel ohne Probleme schaffen sollte, so muss man auch daran denken, dass der Rückweg bergab in ungeeignetem Schuhwerk sehr unangenehm werden kann. Auch eine kleine Notfallapotheke und Sonnenschutz sollte man im Gepäck haben.

 

Die Sonne auf Fuerteventura kann mitunter sehr stark vom Himmel brennen und auf dem Vulkan Tindaya gibt es bis zum Gipfel keine Bäume oder Schutzhäuschen, die Schatten spenden könnten. Die Sonnenstrahlung kann man leicht unterschätzen, da die allgegenwärtigen Passatwinde die Temperaturen sehr angenehm erscheinen lassen und einen leicht vergessen lassen, dass die Sonne heiß vom Himmel brennt. Unverzichtbar ist es auf der Wanderung auch, sich genügend Proviant mitzunehmen.

 

Getränke sollten unbedingt in ausreichendem Maße vorhanden sein und auch an das leibliche Wohl sollte der Wanderer unbedingt denken. Befindet man sich erst einmal auf dem Weg zum Gipfel, so gibt es unterwegs keine Möglichkeit, sich mit Proviant einzudecken. Wer diese Regeln beherzigt, dem steht eine wunderbare Wanderung auf den Vulkan bevor und die Mühe wird mit einem faszinierenden Ausblick vom knapp 400 Meter hohen Gipfel belohnt.

 

 




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